MENTEGRA: Auftakt in Essen – 10 Tandems starten in die gemeinsame Mentoring-Reise

Mit zwei Auftaktveranstaltungen in Essen ist das Mentoring-Programm MENTEGRA in der MEO-Region (Mülheim an der Ruhr, Essen, Oberhausen) in eine neue Runde gestartet. Insgesamt zehn Tandems – bestehend aus qualifizierten Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte und engagierten Mentor:innen aus Unternehmen der Region – gehen in den kommenden Monaten gemeinsam auf einen intensiven Lern- und Austauschweg.

Die Treffen fanden in kleiner, vertrauter Runde statt. Dadurch entstand schnell eine Atmosphäre, in der sich alle öffnen und persönliche Erfahrungen teilen konnten.

Ein emotionaler Höhepunkt war das Tandem-Reveal: Jede Teilnehmer:in erhielt einen Umschlag mit einem Polaroidfoto – darin das Bild ihrer zukünftigen Tandempartner:in. Freude, Aufregung und Neugier erfüllten den Raum, als die Tandems sich fanden und direkt in ihre ersten Gespräche einstiegen. „Es war spürbar, dass sofort Motivation und Offenheit da waren“, berichtet Projektmanagerin Marie Herrmann.

Besonders bewegend wurde es, als die Gruppe über das Thema Heimat sprach. Was bedeutet Heimat? Ist es ein Ort, sind es Menschen, eine Sprache – oder ein Gefühl? In einer stillen Reflexion und anschließenden Gesprächen entstand ein intensiver Austausch. Dabei wurde deutlich: Heimat hat viele Dimensionen.

Eine Teilnehmerin beschrieb offen, wie sehr sie die Nähe ihrer Familie vermisst – und dass das Fehlen dieser Vertrautheit sie täglich begleitet. Gleichzeitig berichtete eine Mentorin, dass ihr in diesem Moment bewusst wurde, wie privilegiert sie ist: über manche Themen muss sie sich im Alltag gar keine Gedanken machen. Solche Begegnungen zeigten eindrücklich, dass MENTEGRA weit mehr ist als berufliches Matching – es eröffnet Räume für Empathie, Perspektivwechsel und neue Verbindungen: im Tandem, im Beruf, im Netzwerk.

Ein weiterer Höhepunkt war die Keynote von Roudy Ali, Journalistin, Aktivistin und Netzwerkerin. Unter dem Titel „Vom Ankommen und Aufblühen“ erzählte sie von ihrem eigenen Weg in Deutschland – und wie Netzwerke, Mut und Selbstvertrauen ihr geholfen haben, Wurzeln zu schlagen. „Beziehungen sind wie Wasser und Dünger – sie nähren uns und helfen uns zu wachsen. Und wenn wir selbst blühen, können wir etwas zurückgeben“, so ihre bewegende Botschaft.

Die Vielfalt der neuen MENTEGRA-Tandems ist groß: zehn unterschiedliche Branchen und vier Herkunftsländer sind vertreten. Diese Diversität eröffnet viele Chancen – sowohl für die Mentees, die die deutsche Arbeitswelt näher kennenlernen, als auch für die Unternehmen, die potenzielle Fachkräfte gewinnen und ihren Blick für Vielfalt schärfen können.

Mit diesem gelungenen Auftakt ist ein starkes Fundament gelegt – wir freuen uns auf die nächsten Monate!

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Marie Herrmann

Projektreferentin